05661-4889
Fachbegriffe . Wissenswert



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01

Gut zu wissen

Mit unseren leicht verständlichen Infos und Tipps sind Sie einfach besser informiert. Viel Spaß beim Stöbern ...

Abdruck
Ein durch Druck hervorgebrachtes Abbild des entsprechenden Körperteils.
Abduktion
Abspreizen oder Wegführen einer Extremität von der Mittellinie.
Abrollabsatz
Der Abrollabsatz erleichtert den Auftritt der Ferse und die Abrollung des Fußes.
Absatz
Erhöhung eines Schuhes an der Sohle unter der Ferse.
Abwicklungs-
hilfen
Veränderung der Spitzensprengung zur Schonung der Fußgelenke.
Achillessehne
Verlängerung der Wadenmuskulatur, die sehnig am Fersenbein ansetzt; Stärkste Sehne im menschlichen Körper.
Achillobursitis
Entzündung des Schleimbeutels, der unter dem Ansatzpunkt der Achillessehne am Fersenbein sitzt.
Adduktion
Heranführen der Gliedmaßen an die gedachte Mittellinie des Körpers, zum Beispiel: gegrätschte Beine werden geschlossen, Fuß wird nach innen gedreht.
Anamnese
Krankheitsvorgeschichte – sie wird vom Arzt durch sachgemäßes Befragen des Patienten erhoben und ist wichtig im Hinblick auf das Stellen einer Diagnose.
Arthritis
Gelenkentzündung durch Bakterien, die auf direktem Wege durch Wunden oder auf dem Blutwege an das Gelenk herangebracht werden können.
Arthrodese
Künstliche Versteifung eines Gelenkes durch operative Maßnahmen (d. h. absolute Funktionsuntüchtigkeit des Gelenkes durch Unbeweglichkeit).

Ballen
Volkstümlicher Ausdruck für Veränderungen am Großzehengrundgelenk, entweder im Sinne eines Hallux valgus (Großzehenmissbildung) oder einer Verdickung im Bereich des Großzehengrundgelenkes durch Knochenwucherung am Mittelfußköpfchen (zehenwärts gerichtetes Ende des Mittelfußknochens).
Ballenrolle
Die Ballenrolle vermindert die Abwicklungsbewegung in den Zehengrundgelenken.
Band
(Ligamentum) Bindegewebiger Strang, der Knochen zu Gelenken verbindet. Eigenschaft: Nachgiebigkeit und Beweglichkeit. Aufgabe: bestimmte Gelenkbewegungen ermöglichen, andere verhindern.
Bänderriss
Riss eines Bandes als Folge einer Überbeanspruchung, meist durch Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Umknicken des Fußes.
Bänder-
zerrung
Gewaltsame Dehnung eines Bandes über seine normale Belastbarkeit hinaus, ohne dass ein Bänderriss eintritt.
Beinachse
Vertikale Beinstellung im gestreckten Zustand.
Bettung
Einarbeitung einer Fußsohlenplastik in die Auftrittsfläche.
Beugung
Bewegung, die die Beugemuskeln herbeiführen. Senkung der Fußspitze.
Blankleder
Pflanzlich gegerbtes Rindleder von besonderer Geschmeidigkeit und Zähigkeit.

Calcaneus
Fersenbein; einer der sieben Knochen des Rückfußes (Fuß lässt sich in Vor- Mittel-und Rückfuß einteilen).
Calcaneus-
sporn
Fersensporn; eine nach vorn gerichtete Knochenzacke am unteren Teil des Fersenbeins, meist an der Ansatzstelle der kurzen Fußmuskulatur.
Coxa
Hüfte
Chopartsches Gelenk
Sattelgelenk; Gelenk zwischen der ersten und zweiten Reihe der Fußwurzelknochen, nämlich zwischen Fersen- und Sprungbein einerseits und Würfel- und Kahnbein andererseits.
Chromleder
Kräftiges, widerstandsfähiges Leder, welches von den Häuten des Rindes oder Pferdes gewonnen wird. Die Bezeichnung kommt von den bei der Gerbung verwendeten Chromgerbstoffen.
Clavus
Hühnerauge; Hornhautzellenvermehrung, die sich zapfenartig in tiefe Hautschichten erstrecken kann. Ursache: Druckwirkung von außen auf die Haut durch unpassendes Schuhwerk oder statische Veränderungen am Fußskelett. Bekämpfung: Maßfußstützen oder Druckschutzmittel.

Defekt-
ausgleich
Ersetzen fehlender Fußteile. Dabei muss Wert auf Kosmetik und Funktionalität gelegt werden.
De-Rotations-Absatz
Prinzip des Absatzes: schräg gestellte, sinnvoll angeordnete Gummirippen lösen bei Belastung einen Dreheffekt aus. Durch die Veränderung der Auftrittsfläche wird eine Rotation der Beinlängsachse hervorgerufen, welche entsprechend der Anordnung der Gummirippen beim Einwärts- oder Auswärtsgang eine Gegenkraft zur Wirkung kommen lässt. Der Absatz ist besonders für Kinder gedacht, um Tibia (Schienbein)- Innen- oder Außenrotation zu behandeln und die Schrittabwicklung unbewusst zu normalisieren.
Diabetes
Zuckerkrankheit. Die Bauchspeicheldrüse entwickelt kein oder zu wenig körpereigenes Insulin. Nach langjähriger Erkrankung kann es beim Diabetiker zu Veränderungen an den Füßen kommen, die durch mangelnde Durchblutung oder auch durch schlechte Nervenversorgung bedingt sind. In der Folge können dann Spreizfuß, Krallenzehen, Ulzera, Nekrosen, Infektionen und schließlich sogar ein Zusammenbruch der gesamten Fußstatik auftreten. Damit wird der Fuß unbelastbar und in manchen Fällen auch amputationsgefährdet.
Distorsion
Verstauchung, Zerrung der Gelenkkapsel und der Bänder infolge gewaltsamer oder übermäßiger Bewegung, zum Beispiel beim Überbeugen und Überstrecken eines Gelenks.
Dorsal-
flexion
Am Fuß: Heben des Fußes nach dem Fußrücken, d. h. nach oben (Streckung).

Einlage
Individuell angepasstes Fußbett, welches in den Schuh eingelegt wird und stützend, entlastend oder bettend wirkt.
Einwärts-
gehen
Gehen mit nach innen zeigenden Fußspitzen. Ursache für das Einwärtsgehen kann ein Beinrotationsfehler sein, der ärztlich behandelt werden sollte.
Extension
Ausdehnung, Ausstreckung, Zug. In der Frakturbehandlung erfolgt die Extension als Zug in der Längsrichtung eines Gliedabschnittes und dient der Einrichtung eines Bruches bzw. der Vermeidung einer Verschiebung der Bruchenden oder der Entlastung geschädigter Gelenke.

Femur
Oberschenkelknochen
Fersenbein
siehe „Calcaneus”
Fersenkissen
Fersenkissen ermöglichen einen weichen, elastischen Auftritt, was sich bei Reizerscheinungen im Bereich des Fersenbeines angenehm auswirkt.
Fersensporn
Der Fersensporn ist eine nach vorn gerichtete Knochenzacke am hinteren Teil des Fersenbeins. Durch Reizung und Entzündung der benachbarten Weichteile oder Schleimbeutel treten stechende oder brennende Schmerzen auf.
Fersenstütze
Eine Fersenstütze mit Weichpolsterung der Fersenauftrittsfläche entlastet die Fersenbursitis, periostotische Bereiche oder plantare Schwielenbildungen. Bei Abstützung wird bis zum Sustentakulum tali, also bis zur Fußwurzelgelenkmitte vorgezogen.
Feststellungs-
maßnahmen
Versteifung der Sohle und Gestaltung der Hinterkappen und Walklaschen.
Fibula
Wadenbein, äußerer Unterschenkelknochen.
Flexion
Beugung, Biegung; Beim Fuß die Bewegung des Fußes nach unten, d. h. zur Fußsohle hin (Plantarflexion).
Fraktur
Bruch oder teilweiser Bruch eines Knochens.
Fuß
Die Einteilung des Fußskeletts erfolgt entweder in alter Weise in drei Teile:
1. Fußwurzel (Tarsus)
2. Mittelfuß (Metatarsus); 3. Vorfuß (Phalanges)
oder in neuer Weise nach:
1. Rückfuß(Tarsus)
2. Vorfuß (Metatarsus und Phalanges).
Der Rückfuß besteht aus 7 Knochen, Sprungbein, Fersenbein, Kahnbein, Würfelbein und 3 Keilbeinen. Der Vorfuß besteht aus 5 Mittelfußknochen und 14 Zehenknochen.
Fußscan
Der Fuß wird passgenau gescannt, danach wird mit Hilfe des Computers die exakte orthopädische Maßnahme festgelegt.

Ganganalyse
Mittels modernster Untersuchungsmethoden werden komplexe Gang- und Bewegungsstörungen untersucht. Neben der Aufzeichnung der Bewegung mittels Videokamera wird auch eine computergestützte Bewegungsanalyse durchgeführt.
Gelenk
Knochenverbindung, bei der zwei oder mehrere Knochen mit überknorpelten Flächen aneinander stoßen. An jedem Gelenk unterscheidet man die freien, überknorpelten Gelenkenden der Knochen, den mit Gelenkflüssigkeit gefüllten Gelenkspalt und die Gelenkkapsel, welche die Knochenenden miteinander verbindet.
Gelenk-
entzündung
siehe „Arthritis”
Gelenkfedern
Stahlfedern welche die Stabilität des Gelenkes (Schuhgelenk = zwischen Absatz und Sohle) eines Maß- oder orthopädischen Schuhes gewährleisten bzw. erhöhen.
Gelenkkeile
Aus Moos- oder Vollgummi gefertigte Keile, die als elastische Gelenkverstärkung und als Unterlage für Fußstützen dienen.
Gelenk-
kontraktur
Fehlerhafte Gelenkstellung mit teilweiser oder völliger Versteifung. Mögliche Ursachen:
1. Arthrogene Ursachen, d. h. durch Erkrankungen des Gelenkes selbst bei Verletzungen oder Entzündungen.
2.Neurogene Ursachen, d. h. auf dem Nervenwege bedingt durch Erkrankungen des Rückenmarkes oder peripherer Nerven.
3. Dermatogene Ursachen, d. h. durch Haut- oder Muskelverletzungen und/oder Narbenbildung.
Gelenk-
kontusion
Gelenkprellung oder Gelenkquetschung.
Gelenk-
versteifung
Absolute Funktionsuntüchtigkeit eines Gelenkes durch Unbeweglichkeit. Fast immer die Folge einer völligen Zerstörung der Gelenkknorpel nach schweren Entzündungsprozessen oder schweren Verletzungen.
Das Gelenk ist fast immer in einer Fehlstellung versteift (siehe „Arthrodese”).
Genu
Knie Genu valgum: X- Beinstellung; Die Füße können oft nicht mehr nebeneinander gestellt werden, da sich die Knie berühren. Folgen: vorzeitiger Gelenkverschleiß, Bandlockerung an der Knie-Innenseite, aber auch an der Fuß-Innenseite mit senkfußartigen Beschwerden. (Schuhinnenranderhöhung ist eine korrigierende Maßnahme) Genu varum: O-Beinstellung; Verbiegung des Beines nach außen mit einem nach innen offenen Bogen (Schuhaußenranderhöhung).

Hackenfuß
Der Hackenfuß zeichnet sich durch eine dorsal (zum Fußrücken hin) aufgebogene und leicht pronierte (Pronation: Einwärtsdrehung) gehaltene Fehlstellung aus. Der Fuß ist deutlich bewegungseingeschränkt (kontrakt).
Hallux
Großzehe
Hallux malleus
Klauenstellung der Großzehe.
Hallux rigidus
Bewegungseinschränkung des Großzehengrundgelenkes für die Dorsalflexion (nach oben).
Hallux valgus
Beim Hallux Valgus spreizen sich die Vorfußknochen auseinander. Die Zehen werden durch den Schuh in die Mitte zusammengefasst. Dadurch entsteht der Ballenwinkel der zu Hautschäden und Entzündungen führt.
Hammerzehe
Zehenverkrümmung meist der 2. - 5. Zehe, bei der die Grundgelenke überstreckt und die Mittel- und Endgelenke rechtwinklig gebeugt sind.
Hohlfuß
Beim Hohlfuß nimmt die Länge des Fußes ab, wobei die Höhe (Rist) zunimmt. Der Fußbogen ist soweit gesprengt, dass nur noch Fersen- und Ballenflächen belastet werden. Die Sohlenfläche reduziert sich um 50%.

Innenschuh
Der Innenschuh enthält alle orthopädischen Elemente und Funktionen, die ansonsten in den orthopädischen Maßschuh einzuarbeiten sind. Man kann ihn häufig in Konfektionsschuhen tragen.
Insufficientia, Insuffizienz
Unzureichende, unzulängliche Kraft, mangelhafte Funktionstüchtigkeit, Schwäche, ungenügende Leistung. Beispiel: Herzinsuffizienz = unzureichende Herzleistung auf Grund einer Herzmuskelschwäche, eines Klappenfehlers, usw.
Intramuskulär
Innerhalb des Muskels.
Intravenös
Auf das Innere einer Vene bezogen.
Intumeszenz
Anschwellung
Irreparabel
Nicht wiederherstellbar, unheilbar.
Ischialgie
Eine Form von Ischiasbeschwerden, bei welcher der Hüftnerv selbst nicht erkrankt oder entzündet ist, sondern durch pathologische Veränderungen irgendwelcher Art an seiner Wurzel oder seinem Verlauf gereizt wird. Die Schmerzauslösung geschieht dann durch eine Quetschung des Ischias-Nerven im Fuß. Eine Unterscheidung der Ischias und der rein statisch bedingten Ischialgie (falsche Ischias) kann mit einiger Sicherheit durch die Beobachtung vorgenommen werden, ob die Beschwerden beim Liegen sehr schnell nachlassen. Ist dies der Fall, dürfte die Ursache der Beschwerden statischer Natur sein. In zweifelhaften Fällen wird der Arzt eine Fußstützung verordnen, auf die bloße Möglichkeit hin, einen Umschwung des Leidens herbeizuführen.
Ischias Schmerzen
Ischias Schmerzen im Gebiet des Nervusischiadicus. Tritt ein, wenn Knochenwucherungen, Geschwülste oder eitrige Entzündungen auf das Hüftgeflecht einwirken. Auch in der Wirbelsäule gelegene Geschwülste, die auf die Ursprungswurzel des Nervengeflechts drücken, oder rheumatische Entzündungen des Hüftgeflechts können Ischias verursachen. Nicht selten ist der Vorfall des Kerns einer Bandscheibe die Ursache des Leidens. Sie strahlen vom Gesäß bis in die Kniekehle und die Ferse aus. Beim Gehen wird das erkrankte Bein geschont, dadurch kommt es zu einem Schiefstand des Beckens und möglicherweise auch zu einer Verkrümmung der Wirbelsäule.


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Keilabsatz
Der Keilabsatz verlängert die Auftrittsfläche bis zum Vorfuß und erlaubt eine gleichmäßige Gewichtsverteilung auf die gesamte Fußfläche bei hochgradigem Plattfuß, zum Beispiel durch Übergewichtigkeit.
Kinder-
lähmung
Viruserkrankung, bei der die Ganglienzellen (Nervenzellen der motorischen Nervenbahnen im Rückenmark) geschädigt bzw. zerstört werden. Dadurch treten nach wenigen Stunden oder Tagen Lähmungen auf, die alle Muskelgebiete befallen können, häufig die Extremitäten.
Klumpfuß
Die Formveränderung des Klumpfußes besteht aus mehreren Komponenten: Einem Spitzfuß, einer Auswärtsdrehung der Fußinnenfläche (Hebung des inneren und Senkung des äußeren Fußrandes), einer Heranführung des Vorfußes an eine gedachte Mittellinie des Körpers, einem Hohlfuß.
Knickfuß
Beim Knickfuß kippt das Fersenbein nach innen um und der Fuß rutscht nach außen weg.
Knick-Senkfuß
Dabei handelt es sich um eine deutliche Absenkung des inneren Längsgewölbes und einer X-Stellung des Fersenbeins.
Knie-Arthrose
Chronisch degenerative Kniegelenkserkrankung, welche überlastete oder in ihrer natürlichen Funktion gestörte Kniegelenke befällt. Dabei kommt es zur Veränderung des Gelenkknorpels bis hin zu dessen völliger Zerstörung und zu immer wieder auftretenden serösen Gelenkergüssen.
Knochenhaut-
entzündung
Sie entsteht entweder direkt durch Kontakt mit Bakterien bei Verletzungen oder fortgeleitet auf dem Blutweg, wenn eine Infektion mit Bakterien an einem anderen Ort im Körper vorhanden ist.

Längs-
gewölbe
Im Bereiche des Fußskeletts Wölbung an der Innenseite, die sich vom vorderen Teil des Fersenbeines bis zum 1. und 2. Mittelfußköpfchen erstreckt.
Längs-
gewölbestütze
Die eingebaute Längsgewölbestütze erlaubt die optimale Fußbettung unter Einbeziehung der ganzen Fußfläche in den Belastungsbereich. Entlastung der Fußwurzel, keine Stellungskorrektur. Ist dort anzuwenden, wo Einlagenversorgung ungünstig - sehr leichter Damenschuh, Turn- und Sportschuhe.
Ligamentum
Aus elastischem Gewebe bestehende strangförmige Gebilde, welche die einzelnen Skelettteile an den Gelenken miteinander verbinden.
Lisfrancsches Gelenk
Gelenklinie zwischen den Fußwurzelknochen einerseits und den Mittelfußknochen andererseits.

Malleolus
siehe „Knöchel”
Maßschuh
Medizinisch individuell nach dem jeweiligen Fuß hergestellter Schuh.
Medial
Zur Mittellinie des Körpers zu gelegen, mittelwärts, einwärts.
Meniskus
Bezeichnung für den äußeren und inneren halbmond- bzw. sichelförmigen Knorpel im Kniegelenk, der zwischen Oberschenkelkondylen und Schienbeinkopf eingelagert ist. Jeder der Meniskusmonde ist im Querschnitt keilförmig gestaltet mit einer Basis nach außen und einer nach innen geschärften Schneide.
Metatarsalgie
Sammelbegriff für Krankheits- bzw. Schmerzerscheinungen im Bereiche des Mittelfußes. Ursache ist hauptsächlich die Senkung der Fußquergewölbes, wie beim Spreizfuß (meist auch beim Hallux valgus oder Hohlfuß).
Metatarsen
Metatarsalknochen, Mittelfußknochen
Mittelfuß-
köpfchen
Das zehenwärts gerichtete Ende des Mittelfußknochens, welches mit der Basis des Zehengrundgliedes in gelenkiger Verbindung steht.
Mittelfuß-
polster
Pelotten, welche auf Fußstützen oder Schuhbrandsohlen angebracht werden, teils um das gesenkte Quergewölbe zu heben, teils um die schmerzhaften Stellen unter den Mittelfußköpfchen vor Bodendruck zu schützen.
Mortonsche Krankheit
Der Patient verspürt beim Gehen durch Einklemmen eines Nervenastes zwischen zwei Mittelfußknochen, wenn sich das Quergewölbe des Fußes abflacht, einen so starken Schmerz, dass er minutenlang keinen Schritt mehr machen kann.
Muskelruptur
Muskelriss. Durch Verletzung hervorgerufene Muskelzerreißung, die im allgemeinen durch Überdehnung des gespannten Muskels oder durch stumpfe Gewalt verursacht wird.

Nappa
Besonders weiches und geschmeidiges Leder von der Haut junger Tiere.
Narbenseite
Die oberste, nach außen zugekehrte Seite (Haarseite) der Haut oder des Felles eines Tieres.
Naviculare
Kahn- oder Schiffbein im Fußwurzelskelett
Nerven-
entzündung
Erkrankung der peripheren Nerven, die mit einer Störung der motorischen oder sensiblen Leitung einhergehen kann. Sie wird durch Erkältungen, Verletzungen, Vergiftungen, Infektionskrankheiten, chronische Erkrankungen usw. hervorgerufen.
Neurologie
Die Lehre der Nervenkrankheiten.
Neuropathie
Nervenleiden
Nubukleder
Durch Chrom oder kombinierte Gerbung hergestelltes, auf der Narbenseite geschliffenes Leder, welches eine feine, samtartige Oberfläche hat. Die Haut stammt meist vom Kalb oder Rind.

Ödem
Krankhafte Ansammlung von wässriger, meist aus den Blutgefäßen ausgetretener Flüssigkeit in den Lymphspalten des Gewebes. Ödematöse Körperabschnitte sind verdickt, blass, oft mehr oder weniger durchscheinend, meist teigig anzufühlen und lassen längere Zeit hindurch Fingereindrücke bestehen.
Orthesen
Apparate, welche im Gegensatz zu Prothesen nicht Gliedmaßen ersetzen sollen, sondern einen Ausgleich bei einer geschädigten oder verlorengegangenen Funktion schaffen bzw. zur Ruhigstellung dienen.
Orthopäde
Facharzt für Orthopädie
Orthopädie
Fachgebiet der Medizin, das sich mit der Behandlung der angeborenen oder erworbenen Fehler im System der Bewegungsorgane befasst. In dieses Gebiet gehört auch die Versorgung von Versehrten mit geeigneten Kunstgliedern (Prothesen). Man unterscheidet die chirurgische Orthopädie, die mit operativen Eingriffen arbeitet und die konservative Orthopädie, die sich physikalischen Behandlungsmaßnahmen bedient (Massage, Krankengymnastik, Bäder, Verbände, Schienungen u. a.). Die erste zusammenfassende Darstellung des Fachgebiets der Orthopädie stammt vom französischen Arzt Nicolas Andry de Boisregard (1658 - 1742), der auch den Begriff Orthopädie prägte.
Orthopädie-
schuhmacher
Die Aufgabe des Orthopädieschuhmachers ist die Versorgung kranker und fehlerhafter Füße mit orthopädischem Schuhwerk, Innenschuhen, Fußergänzungen, Beinverlängerungsprothesen, Fußbandagen sowie Fußstützen nach besonderen Maß- und Modellverfahren, die aus verschiedenen Materialien handwerklich hergestellt werden. Auch die Fertigung von Schuhen für Stützapparate und die orthopädische Zurichtung von Konfektionsschuhen durch Einarbeitung von Fußbettungen usw. zählen zum Aufgabenbereich des Orthopädieschuhmachers.
Orthopädischer Schuh
Der orthopädische Schuh hat die Aufgabe, Störungen in der Statik und Mechanik des Gehens und Stehens, welche durch Deformitäten des Fußes wie Verkürzungen, Versteifungen, Lähmungen oder Teilverlusten am Fuß usw. gegeben sind, sowohl funktionell, wie auch kosmetisch auszugleichen.
Os
Knochen
Osteologie
Knochenlehre
Osteopathie
Knochenerkrankung
Osteoporose
Schwund der knöchernen Substanz der Knochen, wobei diese porös und brüchig werden können. Besonders im Alter vorkommend, doch auch als Folge von verschiedenen Erkrankungen.

Parese
Motorische Schwäche, unvollständige oder vorübergehende Lähmung.
Pelotte
Abstützung der Mittelfußköpfchen.
Plateau
Höhe der Schuhsohle.
Plattfuß
Meist erworbene und nur selten angeborene Fußdeformität. Beim Plattfuß ist der Längsbogen des Fußes stark abgeflacht (beim Senkfuß leicht abgeflacht). Der Plattfuß ist meistens das Endstadium des Fußsenkungsprozesses.
Peronaeus
Nerv für die Fußheber (Wadenbeinmuskel)
Pes
Fuß
Pes adduktus
Sichelfuß
Pes equinus
Spitzfuß
Pes excavatus
Hohlfuß
Pes planus
Plattfuß
Pes valgus
Knickfuß
Pes varus
Angeborene Missbildung mit Adduktionsdeformität der Mittelfuß- und Zehenknochen bei Mittelstellung der Ferse oder evtl. valgus- Stellung der Ferse. Je nach Schweregrad weicht der Vorfuß mehr oder weniger nach medial hin ab.
Plantarflexion
Senken der Fußspitze.
Polyarthritis
Entzündung mehrerer Gelenke.
Posterior
Der Hintere. Musculus tibialis posterior zum Beispiel bedeutet: hinterer Schienbeinmuskel.
Prophylaxe
Vorbeugende Verhütung von Krankheiten.
Pronation
Drehbewegung des Fußes um seine Längsachse mit Hebung des äußeren und gleichzeitiger Senkung des inneren Fußrandes.
Pufferabsatz
Stoßdämpfende Maßnahmen am Absatz vermindern die Belastung der plantaren Fersenteile und des Periostes, der Fußwurzelgelenke und des Sprunggelenkes. Über Tibia-Fibula und Fernor fortgeleitete schmerzauslösende Auftrittsschwingungen können bei Knie- und Hüftarthrosen wirksam gemindert werden.

Querbrücke
Mit der Querbrücke werden die Metatarsalköpfchen 2 bis 4 je nach Ausdehnung vom Mittelfuß her angehoben und das Quergewölbe aufgerichtet.
Quergewölbe
Die Wölbung, die sich zwischen den Mittelfußköpfchen 1 und 5 spannt (siehe Spreizfuß).

Reiterzehe
(Hammerzehe) Zehendeformation, wobei sich die eine Zehe über die benachbarte Zehe legt.
Rheumatismus
Entzündliche Systemerkrankung des mesenchymalen Systems (dazu gehören Knochen, Gelenke, Bänder, Muskeln, Bindegewebe) mit vielfältigen klinischen Symptomen. Der Rheumatismus führt häufig zu lebenslangem Siechtum und Invalidität, er spielt deswegen in der Volksgesundheit eine besonders wichtige Rolle.
Richtungsrolle
Die Abwicklungsrichtung lässt sich durch die Lage des Rollenscheitelpunktes bestimmen. Alle vorgenannten Ausführungen sind doppelseitig anzuwenden, um Gangsymmetrie zu erzielen.
Rist
Volkstümliche Bezeichnung für den Fußrücken.
Röhren-
knochen
Skelettknochen, welche aus einem röhrenförmigen Mittelstück und zwei kurzen, von schwammartiger Knochenmasse aufgebauten Endstücken bestehen.
Rohlinge
Fachausdruck für vorgeformte, halbfertige Fußstützen.
Rotation
Drehung, Drehbewegung. In der Medizin wird die Drehung eines Gliedes in einem Kugelgelenk, also Oberarm und Oberschenkel, als Rotation bezeichnet.
Rotations-
absätze
Diese Absätze werden im Bedarfsfall auf die Absätze montiert, um die Unterschenkeldrehfehler, die mit der Sichelfußindikation einhergehen können, zu korrigieren. Durch die Belastung beim Fersenauftritt lösen die schräggestellten, kräftigen Gummirippen einen Dreheffekt aus, der unmittelbar auf die Beinsäule wirkt.
Ruptur
Zerreißung von Gefäßen, Muskeln, Sehnen, Bändern oder inneren Organen.

Sämisch-
leder
Dieses geschmeidige, tuchartige Leder wird auf der Fleischseite zugerichtet. Die Haut wird vor der Gerbung mit verschiedenartigen Fettstoffen behandelt.
Schenkel-
halsbruch
Bruch des Schenkelhalses, des Femur. Kommt infolge einer altersbedingten Osteoporose dieses Knochenteiles jenseits des 50. Lebensjahres bei Stürzen recht häufig vor.
Schiefzehe
Dabei wandert die Großzehe in Richtung zweiter Zehe (Hallux valgus).
Schleppabsatz
Durch den Schleppabsatz wird der Auftrittspunkt des Absatzes nach hinten verlegt und eine verstärkte Hebelwirkung zur Unterstützung der Wadenmuskulatur bei Hackenfußstellung erreicht.
Schmetterlings-
rolle
Die Schmetterlingsrolle entlastet die Mittelfußköpfchen 2 und 3, sollte jedoch nicht ohne Anlage einer Querbrücke oder einer Einlage zur Hebung des Quergewölbes gegeben werden. Die verdeckte Rolle erlaubt eine Weichbettung der Metatarsalköpfchen.
Schuhgelenk
Aus Stahl, Holz, Hartpappe mit Stahl kombiniert oder Kunststoff hergestelltes Gelenkstück. Das Gelenkstück hat die Aufgabe, die Schuhform gegenüber den Belastungen bei den Funktionen des Fußes zu erhalten und die Sprengung des Schuhes zu verstärken.
Schuh-
zurichtung
Reparatur bzw. das Abändern abgegebener Schuhe auf individuelle Bedürfnisse, um eine schmerz- und beschwerdefreie Schrittabwicklung zu erreichen und zur Behandlung von Fuß- und Körperschäden.
Sehne
Verbindung zwischen Muskel und Knochen, die aus besonders zähem Bindegewebe besteht und auf Zug außerordentlich beansprucht werden kann. Entsprechend ihrer Funktion sind die Sehnen als Platten, Bänder oder Stränge geformt.
Sehnen-
zerrung
Überdehnung einer Sehne, meist bei Verstauchung. Dabei kommt es zu mikroskopisch kleinen Einrissen und Blutungen in der Sehne, zu deren Schwellung und zu Schmerzen.
Senkfuß
Die das Längsgewölbe bildenden Knochen (Fersenbein, Sprungbein, Kahnbein, Keilbein) sind abgesunken.
Sichelfuß
Angeborene Fußdeformität, welche für sich allein in ausgeprägter Form selten ist. Meist ist sie als eine der vier Komponenten des angeborenen Klumpfußes anzutreffen: Pes varus, equinus, excavatus und adductus.
Sklerose
Krankhafte oder altersbedingte Verhärtung eines Gewebes oder Organs, zum Beispiel Arteriosklerose.
Sohlenrand-
erhöhung
Eine Sohlenranderhöhung - innen oder außen angebracht - verändert die Auftrittsbelastung des oberen und unteren Sprunggelenkes in Supination oder Pronation. Entlastung des Bandapparates auf der erhöhten Seite. Zur Beeinflussung der Torsion kann nur der Absatz innen oder außen erhöht werden.
Sohlen-
versteifung
Sohlenversteifung mit Abrollsohle und Aussparung des Oberleders zur Freilegung der 1. Zehe bei Zehengrund- und Endgliedfraktur, anstelle aufwändiger fixierender Verbände.
Spastiker
Ein Mensch mit einem bestimmten, häufig vorkommenden Krankheitsbild, gekennzeichnet durch eine spastische Lähmung, d. h. Gebrauchsunfähigkeit der Muskulatur infolge eines zeitweiligen oder dauernden Krampfes. Es erfolgen manchmal ungewollte Bewegungen. Durch das Überwiegen der Beugemuskulatur gegenüber der Streckmuskulatur findet man bei Spastikern häufig Beugekontrakturen der Gelenke.
Spina
Lateinischer Ausdruck für Stachel, Dorn, Sporn. Mehr oder weniger scharfe Knochenvorsprünge des Skelettes, welche meist als Muskelansatz dienen, werden als Spina bezeichnet.
Spitzfuß
Ein Spitzfuß ist eine Kontraktur, bei der weder durch passive Kräfte (Belastung des Fußes durch Körpergewicht) noch durch körpereigene Kräfte der Fuß über die Horizontale angehoben werden kann. Im Extremfall stehen die Mittelfußköpfchen unter dem Schienbein im Lot. Somit wird die Ballenpartie vermehrt belastet, wobei die Ferse entlastet wird.
Sporn
Spina, Knochenvorsprung (Fersensporn).
Spreizfuß
Beim Spreizfuß ist der quere Fußbogen (Quergewölbe) abgeflacht, wobei die Mittelfußknochen zum Teil strahlenförmig auseinanderlaufen. Somit ist der Spreizfuß auch eine Teilerscheinung des Senk-, Platt- oder Hohlfußes.
Stegabsatz
Der Stegabsatz stabilisiert durch Vorziehen des Absatzes das Schuhgelenk und verbessert die Tragfähigkeit des Schuhes im Längsgewölbe bei ausgeprägten Plattfüßen.
Supination
Heben des inneren Fußrandes und Senkung des äußeren Fußrandes.
Supinations-
keil
Keil aus Kork, der auf der innen Seite einer Einlage (unter dem Knöchel) anzubringen ist.

Talus
Fersenbein
Tarsus
Fußwurzel
Tendo
Sehne
Thrombose
Bildung von Blutgerinsel in einem Blutgefäß.
Thrombus
Verstopfung eines Blutgefäßes.
Tibia
Schienbein
Tibula
Wadenbein
Tintenlöscher-
sohle
Die Tintenlöschersohle ermöglicht die Gewichtsverteilung auf die gesamte Fußfläche und erleichtert die Abrollung bei verminderter Belastung der Fußwurzelgelenke bei rheumatischem Fuß, Fußwurzelarthrose und atrophischem Altersfuß.
Torqheel-Absätze
siehe „Rotationsabsätze”
Trittschaum
Geschäumtes Kunststoffmaterial zur Herstellung von Fußabdrücken.
Trittspur
Fußabdruck zur Feststellung der Belastungspunkte der Fußsohle.

Ulcerös
geschwürig
Ulcus
Geschwür, Geschwulst
Ulcus cruris
Beinbeschwür
Ulodermitis
Hautentzündung mit Narbenbildung
Unguis
Nagel
Ungis incarnaturs
eingewachsener Nagel
Unilateral
einseitig

Valgus
X-Stellung
Varus
O-Stellung (Genu varum = O-Bein)
Venen
Schlauchartige Röhren, in denen das Blut zum Herzen hin fließt.
Verkürzungs-
ausgleich
Der Verkürzungsausgleich oder Überhöhungsausgleich ist zur Vermeidung von einseitigen Entlastungsschäden der Wadenmuskulatur an Absatz und Sohle auslaufend anzubringen.

Wadenbein
Fibula, äußerer Unterschenkelknochen.

X-Bein,
Genu valgum
Abweichung der normalen Gelenkstellung des Knies, wobei die beiden Unterschenkel nicht senkrecht stehen, sondern sich mit ihren oberen Enden einander zuneigen. Das X-Bein entsteht meist als Folge einer kindlichen Rachitis oder im jugendlichen Alter bei besonders starker Belastung der noch schwachen Beine, vorwiegend bei stehenden Berufen (Bäcker, Tischler, Kellner), daher auch der Ausdruck „Bäckerbein”. Leichtere Grade von X-Beinen können durch geeignete heilgymnastische Maßnahmen (Massage, Schienen) behoben werden. Bei bereits fixierten X-Beinen im späteren Alter kommen nur noch operative Maßnahmen in Frage.
Xerodermie
Trockenheit der Haut.


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Zehenrolle
Die Zehenrolle erhöht die Standsicherheit des Fußes und verbessert die Kniesicherheit, erschwert jedoch das Abrollen.
Zerebrale Kinderlähmung
Sammelname für viele vor und während der Geburt sowie in der allerersten Lebenszeit entstandene Erkrankungen des Gehirns, welche halb- oder doppelseitige Lähmungen herbeiführen.
Zink-
leimverband
Verband mit Zinkleimaufstrich. Zinkleim ist eine Gallerte aus 10 % rohem Zinkoxyd, 40 % Glyzeriun, 15 % weißem Leim und 35 % Wasser. Der Zinkleimverband ist ein hervorragendes, leider viel zu wenig angewendetes Mittel gegen Krampfadern.
Zyste
Flüssigkeit enthaltende Geschwulst, zum Beispiel in Schleimbeuteln und Sehnenscheiden. Bei Verschluss von Lymphgefäßen können Lymphzysten entstehen.



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